The fall of El Fasher and mass atrocities in Darfur

On 26 October 2025, the Rapid Support Forces captured the division of the 6th infantry division of the Sudanese Armed Forces, fully consolidating their control of El Fasher in the following days. Subsequently, reports of mass atrocities by the RSF against Zaghawa and other non-Arab people trapped inside El Fasher emerged.

I spoke to several media outlets about the fall-out and implications of these events.

Interview with DLF Kultur Studio 9, 28.10.2025

Interview with ZDF Heute Update, 28.10.2025

Interview with Phoenix Der Tag, 28.10.2025

Interview with ZDF Heute Journal, 29.10.2025

Interview with SR Kultur Bilanz am Abend, 29.10.2025 (from 3:40)

Interview with Deutsche Welle, 31.10.2025 (from 16:10) (in English)

Quotes in ZEIT Online, 05.11.2025

Interview with Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 08.11.2025

Quotes in Deutschlandfunk Kultur, 12.11.2025

Sudan: Konflikt auf wichtige Hafenstadt übergegriffen

Interview in SRF Radio, 7.Mai 2025

Im Sudan tobt seit zwei Jahren ein Bürgerkrieg. Nun greifen die Rebellen die wichtigste Hafenstadt an: Port Sudan ist das Herz der sudanesischen Wirtschaft und Standort der internationalen Hilfsorganisationen. Das Gespräch mit Gerrit Kurtz von der Stiftung für Wissenschaft und Politik.

Quelle des Photos hier.

Die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in Sudan ist leider kein Einzelfall

Interview mit NDR Info, 15.April 2025.

Ein baldiger Frieden sei nicht in Sicht. Sowohl Armee als auch RSF greifen Zivilisten gezielt an, sagt Gerrit Kurz von der Stiftung Wissenschaft und Politik.

„Ein ignorierter Krieg“

Diktator Omar al-Baschir hat den Sudan 30 Jahre lang unterjocht. Als er 2019 gestürzt wurde, schienen Demokratie und Frieden in dem afrikanischen Land zum Greifen nah. Doch nun herrscht ein blutiger Bürgerkrieg. Er hat eine Vorgeschichte.

“Der Rest ist Geschichte”, Deutschlandfunk, 3.April 2025

Photo: President Kagame, President Omar al Bashir and Thabo Mbeki during Tana High Level Forum on Security in Africa – Ethiopia, 20 April 2013

Droht ein Bürgerkrieg in Südsudan?

Im Südsudan sollten Staatschef Salva Kiir und sein Vize Riek Machar an der Spitze einer Übergangsregierung dem Land Stabilität bringen. Doch es brechen alte Rivalitäten auf. Afrikaspezialist Gerrit Kurtz ordnet die Gefahr für einen neuen Bürgerkrieg ein.

Interview im “Echo der Zeit”, SRF, 28.März 2025

Regionale Spannungen am Horn von Afrika, was ist da los?

“Sowohl für Äthiopien als auch für Ägypten und Somalia geht es auch um Einflussnahme, um eine Drohgebärde, um auf eine andere Art und Weise ihre Ziele zu erreichen.”

Interview mit Deutschlandfunk Kultur, Weltzeit, 10.Oktober 2024 (ab Minute 17:16)

«Humanitäre Hilfe für Sudan ist Tropfen auf heissen Stein»

Interview mit SRF Echo der Zeit, 29. August 2024.

SRF News: Wie geht es im Sudan weiter, nachdem in Genf kein Durchbruch möglich geworden ist?

Gerrit Kurtz: Die Amerikaner haben vermutlich die Erwartungen zu hoch gesteckt, als sie für die Gespräche in Genf einen Waffenstillstand als Ziel formuliert hatten. Als sie merkten, dass die sudanesische Armee im Gegensatz zu den paramilitärischen RSF-Milizen keine direkte Delegation schickt, konzentrierte man sich auf humanitäre Fragen. Der vereinbarte sichere Zugang für humanitäre Hilfe in Adré an der Grenze zwischen Tschad und Sudan im Westen ist ein kleiner Fortschritt. Man einigte sich zudem auch auf Hilfslieferungen von Port Sudan über den Norden und damit über die Frontlinie nach Darfur.

Über 700’000 Menschen stehen quasi vor dem Hungertod.

Wirkt sich der sichere Zugang für humanitäre Hilfe über Adré bereits aus?

Seit der Einigung konnten laut UNO 38 Lastwagen mit Hilfsgütern für rund 199’000 Menschen die Grenze passieren. Aber es ist natürlich viel zu wenig angesichts der Millionen, die auf Hilfe angewiesen sind. Über 700’000 Menschen stehen quasi vor dem Hungertod.

Wird die Menge an Hilfsgütern in den nächsten Tagen und Wochen steigen?

Das ist noch schwierig abschätzbar. Die Einigung muss halten. Bereits in den ersten Tagen ging die Grenze nach wenigen Lastwagen wieder zu. Erst seit einem Anruf von UNO-Generalsekretär António Guterres beim sudanesischen Machthaber und Armeeführer Abdelfatah Burhan rollen die Transporte wieder. Dazu kommen die saisonalen Überschwemmungen im Westen wie auch im Osten. Brücken stürzten ein, Strassen sind zum Teil unpassierbar. Hilfe nach Darfur wird in den nächsten Wochen nur erschwert möglich sein

Nach den Gesprächen wurde die Hoffnung geäussert, dass die erste humanitäre Hilfe der Anfang sei. War das berechtigt?

Der US-Sondergesandte Tom Perriello gab heute bekannt, dass es jetzt die erste Runde von virtuellen Gesprächen mit den Delegationen geben soll. Es soll also auch ohne formelle Gesprächsrunden weitergehen. Die internationale Gruppe, die in der Schweiz zusammengekommen ist, soll weiterbestehen und weiter auf hochrangiger Ebene Druck machen. Die stellvertretende UNO-Generalsekretärin Amina Mohammed ist heute in Port Sudan und morgen in Adré, um weitere Fortschritte zu versuchen.

Für mittel- und langfristige Fortschritte braucht es deutlich mehr. Doch dafür ist der Ansatz der USA und ihrer Partner nicht wirklich geeignet.

Haben die Gespräche in der Schweiz also immerhin Kommunikationskanäle geöffnet, um die Lage mittel- und langfristig zu verbessern?

Für mittel- und langfristige Fortschritte braucht es deutlich mehr. Doch dafür ist der Ansatz der USA und ihrer Partner meines Erachtens nicht wirklich geeignet. Denn selbst bei allfälligen Gesprächen über einen Waffenstillstand soll das nur mit den bewaffneten Akteuren geschehen, nicht aber direkt auch mit den zivilen. Die Erfahrungen mit Friedensprozessen gerade auch in Sudan zeigen, dass das nicht funktioniert. Dieser Ansatz müsste dann wohl doch noch geändert werden.

Das Gespräch führte Christina Scheidegger.