Interview mit Deutschlandfunk Kultur, Weltzeit, 28.Juli 2026
Category: Media and events
International Sudan conference in Berlin 2026: media
I spoke to several media on the third international Sudan conference that took place on 15 April 2026 in Berlin.
Interview: Sudan: Schwerste humanitäre Krise unserer Zeit, aber kaum jemand spricht darüber, mediasres, Deutschlandfunk, 15.4.2026
Interview: Sudan: “Krieg auf Kosten der Zivilbevölkerung”, ZDF Morgenmagazin, 15.4.2026
Interview: 3 Jahre Krieg in Sudan, SR Bilanz am Mittag, 15.4.2026 (ab 5:20)
Zitat: Arte Journal, 15 April 2026
“Doch ein Ende des Krieges in dem drittgrößten afrikanischen Land stehe bei der Sudan-Konferenz nicht auf dem Programm, erklärt Afrika-Experte Gerrit Kurtz im Gespräch mit Euronews. “Die Konfliktparteien sind gar nicht eingeladen, was diese auch kritisieren. Der Fokus liegt ausdrücklich auf zivilen Perspektiven.”
“Wichtig wäre, dass auch das Thema der Staaten, die direkt oder indirekt Konfliktparteien unterstützen, stärker behandelt wird. Ich zweifle daran, dass das ein Schwerpunkt sein wird. Insgesamt muss dort mehr passieren”, sagt Kurtz. “Es braucht echte Rechenschaft, die teilweise auch im persönlichen Gespräch eingefordert werden kann.”
Zitate in: euronews, 15.4.2026
“In Berlin werden Politiker relevanter Länder sowie Vertreter der UN und der sudanesischen Zivilgesellschaft erwartet. „Die Konferenz ist keine Friedenskonferenz“, sagt Gerrit Kurtz von der Stiftung Wissenschaft und Politik. „Niemand sollte seine Erwartungen zu hoch schrauben.“
Selbst eine dringend notwendige humanitäre Waffenruhe sei derzeit kaum in Sicht, so der Experte. „Es wäre bereits ein Fortschritt, wenn sich die sudanesischen Vertreter auf eine Erklärung zur Deeskalation des Konflikts einigen könnten.“ Ein solches Communiqué gilt nach einem Vorbereitungstreffen in Addis Abeba als wahrscheinlich, sagt Kurtz.
Gleichzeitig biete die Konferenz die Chance auf einen Perspektivwechsel, so der Experte: „Weg von den Kriegsparteien, hin zu denen, die bereits heute an gesellschaftlichem und politischem Frieden arbeiten.“”
Zitate in: Christian Putsch, Drei Jahre vergessener Krieg und die Angst, dass der Sudan endgültig zerfällt, Die Welt, 15.4.2026
“Ähnlich sieht das Gerrit Kurtz von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Er sagt, eine Beteiligung der Kriegsparteien hätte zu einer Blockade der Konferenz geführt, da «sie keinen konstruktiven Beitrag leisten können und wollen». Deren Kritik hingegen zeige, dass das Treffen den Friedensprozess voranbringen könnte. Die Botschaft an die Kriegsparteien sei klar: «Euch gehört nicht die Zukunft.»”
Zitate in Seit drei Jahren herrscht Krieg im Sudan. Nun fand in Berlin eine Friedenskonferenz statt – die wichtigsten Akteure aber fehlten, Neue Zürcher Zeitung, 16.4.2026
Interview: Blutspur bis ins Weltall – wie kann das Grauen im Sudan enden?, Politik und Hintergrund, Bayrischer Rundfunk, 17.4.2026
Sudan im Ausnahmezustand
Aufzeichnung einer Online-Diskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung zu Entwicklungen in und zu Sudan 2025. Zusammen mit Marina Peter (Sudan und Südsudan Forum) diskutierte ich moderiert von Jessica Buchmann am 10.Dezember 2025.
Krieg in Sudan: Warum die Armee einen Waffenstillstand ablehnt
Interview mit dem SRF Rundfunk, 26.11.2025
Sicherheitshalber-Podcast: Krieg in der Ukraine
Das Sicherheitshalber-Team hat mich eingeladen, mit ihnen über den Krieg in Sudan, Hintergründe, externe Akteure und Handlungsmöglichkeiten zu sprechen.
Folge #101, 25.November 2025: https://sicherheitspod.de/2025/11/25/folge-101-krieg-im-sudan-diktatfrieden-in-der-ukraine/
The fall of El Fasher and mass atrocities in Darfur
On 26 October 2025, the Rapid Support Forces captured the division of the 6th infantry division of the Sudanese Armed Forces, fully consolidating their control of El Fasher in the following days. Subsequently, reports of mass atrocities by the RSF against Zaghawa and other non-Arab people trapped inside El Fasher emerged.
I spoke to several media outlets about the fall-out and implications of these events.
Interview with DLF Kultur Studio 9, 28.10.2025
Interview with ZDF Heute Update, 28.10.2025
Interview with Phoenix Der Tag, 28.10.2025
Interview with ZDF Heute Journal, 29.10.2025
Interview with SR Kultur Bilanz am Abend, 29.10.2025 (from 3:40)
Interview with Deutsche Welle, 31.10.2025 (from 16:10) (in English)
Quotes in ZEIT Online, 05.11.2025
Interview with Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 08.11.2025
Quotes in Deutschlandfunk Kultur, 12.11.2025
Wem gehört der Nil? Wie ein Megastaudamm das Horn von Afrika aufmischt
Interview mit dem FAZ-Podcast “Machtprobe”, 11.10.2025
Photo: Ethiopian PM Abiy Ahmed at the opening of the GERD in September 2025.
Civilian perspectives on peace and humanitarian action in Sudan
I faciliated the kick-off panel at the conference “civilian perspectives on peace and humanitarian action in Sudan” that took place on 18 September 2025 in Berlin. The conference was organized by a coalition of 20 German civil society organizations.
Inauguration of the Grand Ethiopian Renaissance Dam
I spoke about the inauguration of the GERD in Ethiopia in several programmes of ZDF including the evening news.
The discourse surrounding the dam serves the leaders of both Ethiopia and Egypt.
Eygpt is certainly highly dependend on the Nile, but highlighting the threat posed by the GERD serves to externalize the government’s responsibility to ensure water security for its vast population, whereas in most cases, water will continue to flow, indeed the operation of the GERD depends on that. Prolonged drought would present a real risk, but that is not imminent.
For Ethiopian PM Abiy Ahmed, the GERD serves to show the country’s aspiration to become a major power, the government’s investment in essential services, and national unity in times of deep divisions. At the same time, the GERD at the moment produces much more electricity than the Ethiopian economy could normally absorb. Fully one third of all of the country’s electricity production this year is likely to be used by (mainly Chinese) cryptomining companies. Only slightly more than half the population has even access to electricity at the moment, with government plans to expand this reach in the next few years.
The building of the GERD is not just about water security, electricity or economic growth though. It is about regional hegemony, with Ethiopia trying to reclaim its position as a major Nile power, whereas Egypt used to see itself as the main power on the Nile and reserve a veto on upstream development. Ultimately, all riparian countries’ interests would be best served by multilteral cooperation.
Der Krieg im Nahen Osten und seine Folgen für Ostafrika
Online-Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung, 27.August 2025
Gäste:
Dr. Gerrit Kurtz ist Wissenschaftler in der Forschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten der Stiftung Wissenschaft und Politik. Er hat am King’s College London in Friedens- und Konfliktforschung promoviert.
Dr. Hans-Jakob Schindler ist Senior Director des Counter Extremism Project (CEP) in New York und Berlin, Co-Vorsitzender des Advisory Board des Global Diplomatic Forum in London sowie Lehrbeauftragter der ASW Akademie AG in Essen.