Diskussionsrunde: Deutschlands neue Außenpolitik zwischen nationalen Interessen, Friedensförderung und humanitären Prinzipien

Online-Diskussionsveranstaltung des Centre for Humanitarian Action, 30.9.2026

Deutschland hat eine neue interessengeleitete Außenpolitik angekündigt. Im Sommer 2026 hat es bereits den Umbau des Auswärtigen Amts abgeschlossen, der eine wirksame Durchsetzung dieser Interessen in einer seit Jahren deutlich konfliktreicheren Weltpolitik ermöglichen soll.

Befürworter*innen des Umbaus betonen Synergien und Vorteile für alle Politikfelder, da Deutschlands Interessen und geopolitischen Ziele sowie eine werte- und prinzipienorientierte Politik sich ergänzen würden. Kritiker*innen befürchten Zielkonflikte und inkohärente außenpolitische Ansätze mit Blick auf die Verteidigung des Völkerrechts, Deutschlands friedenspolitisches Engagement, humanitäre Prinzipien oder eine werteorientierte Entwicklungszusammenarbeit.

Auch am Beispiel von Deutschlands Engagement in Konfliktregionen wie dem Sudan, in Gaza und in der Ukraine diskutierten wir mit der Leitungsebene des Auswärtigen Amts sowie führenden friedenspolitischen und humanitären Expert*innen die neu ausgerichtete deutsche Außenpolitik:

  • Katharina Ahrendts, Abteilungsleiterin Globale Ordnung, Vereinte Nationen und humanitäre Hilfe; Auswärtiges Amt
  • Sarah Meschenmoser, Leiterin der Politischen Abteilung; Ärzte ohne Grenzen
  • Gerrit Kurtz, Forschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten; Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)

Das Event wurde moderiert von Ralf Südhoff, Direktor des Centre for Humanitarian Action.

Civilian perspectives on peace and humanitarian action in Sudan

I faciliated the kick-off panel at the conference “civilian perspectives on peace and humanitarian action in Sudan” that took place on 18 September 2025 in Berlin. The conference was organized by a coalition of 20 German civil society organizations.

Der Krieg im Nahen Osten und seine Folgen für Ostafrika

Online-Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung, 27.August 2025

Gäste:

Dr. Gerrit Kurtz ist Wissenschaftler in der Forschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten der Stiftung Wissenschaft und Politik. Er hat am King’s College London in Friedens- und Konfliktforschung promoviert.

Dr. Hans-Jakob Schindler ist Senior Director des Counter Extremism Project (CEP) in New York und Berlin, Co-Vorsitzender des Advisory Board des Global Diplomatic Forum in London sowie Lehrbeauftragter der ASW Akademie AG in Essen.

Konfliktbearbeitung und Stabilisierung in der deutschen Außenpolitik

DGAP Crisis Prevention Web Talk, 24.08.2021

Deutschland hat sein Engagement in der zivilen Bearbeitung und Stabilisierung von bewaffneten Konflikten in den letzten Jahren stark ausgebaut. Es gehört mittlerweile zu den größten Gebern in diesem Bereich, mit Schwerpunkten in Afrika und im Nahen Osten. Um dieses Engagement effektiv politisch zu steuern, braucht es entsprechende öffentliche Aufmerksamkeit. Im März legte die Bundesregierung einen Umsetzungsbericht zu den Leitlinien “Krisen verhindern, Konflikte bearbeiten, Frieden fördern” vor, doch setzte sie ihn nicht auf die Tagesordnung des Bundestags. Konstruktive und gleichzeitig realistische Beiträge zur diplomatischen und projektbasierten Bearbeitung von Konflikten zu leisten, bleibt eine große Herausforderung.

In diesem Crisis Prevention Web Talk wollen wir über die strategischen und operativen Herausforderungen von Konfliktbearbeitung sprechen, Anknüpfungspunkte für außenpolitisches Vorgehen in konkreten Fällen identifizieren und diskutieren, wie realistische Wirkungserwartungen für deutsches Engagement aussehen können.

Wir freuen uns dazu auf folgende Gäste:
Beatrix Austin
Leiterin der Abteilung “Konflikttransformationsforschung“, Berghof Foundation

Sarah Bressan
Research Fellow, Global Public Policy Institute

Clemens Hach
Leiter des Referats „Krisenprävention, Stabilisierung, Friedensförderung“, Auswärtiges Amt

Ottmar von Holtz MdB (Bündnis 90/Die Grünen)
Vorsitzender des Unterausschuss Zivile Krisenprävention, Deutscher Bundestag

Moderation: Dr. Gerrit Kurtz

Link zum Video der Veranstaltung.