Online-Diskussionsveranstaltung des Centre for Humanitarian Action, 30.9.2026
Deutschland hat eine neue interessengeleitete Außenpolitik angekündigt. Im Sommer 2026 hat es bereits den Umbau des Auswärtigen Amts abgeschlossen, der eine wirksame Durchsetzung dieser Interessen in einer seit Jahren deutlich konfliktreicheren Weltpolitik ermöglichen soll.
Befürworter*innen des Umbaus betonen Synergien und Vorteile für alle Politikfelder, da Deutschlands Interessen und geopolitischen Ziele sowie eine werte- und prinzipienorientierte Politik sich ergänzen würden. Kritiker*innen befürchten Zielkonflikte und inkohärente außenpolitische Ansätze mit Blick auf die Verteidigung des Völkerrechts, Deutschlands friedenspolitisches Engagement, humanitäre Prinzipien oder eine werteorientierte Entwicklungszusammenarbeit.
Auch am Beispiel von Deutschlands Engagement in Konfliktregionen wie dem Sudan, in Gaza und in der Ukraine diskutierten wir mit der Leitungsebene des Auswärtigen Amts sowie führenden friedenspolitischen und humanitären Expert*innen die neu ausgerichtete deutsche Außenpolitik:
- Katharina Ahrendts, Abteilungsleiterin Globale Ordnung, Vereinte Nationen und humanitäre Hilfe; Auswärtiges Amt
- Sarah Meschenmoser, Leiterin der Politischen Abteilung; Ärzte ohne Grenzen
- Gerrit Kurtz, Forschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten; Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
Das Event wurde moderiert von Ralf Südhoff, Direktor des Centre for Humanitarian Action.